Talentpool-Athleten der Stiftung glänzen
Das deutsche Vielseitigkeitsteam hat bei den Europameisterschaften im Heimatland der Vielseitigkeitsreiterei, im britischen Blenheim, eine starke Leistung gezeigt und erstmals nach 2019 wieder die Goldmedaille gewonnen. Neben der Silbermedaille von Michael Jung in der Einzelwertung überzeugten auch die beiden Talentpool-Athleten der Stiftung Deutscher Pferdesport: Calvin Böckmann und Jérôme Robiné.
Schon in der Dressur hatte das deutsche Team gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist und setzten sich an die Spitze. Auch Jérôme Robiné (Warendorf) und Black Ice sowie Einzelreiter und EM-Debütant Calvin Böckmann (Warendorf) mit The Phantom of the Opera präsentierten sich souverän.
Im anspruchsvollen Gelände stellten die deutschen Reiterinnen und Reiter ihre Nervenstärke unter Beweis. Über die 5.800 Meter lange Strecke mit 31 Hindernissen im Park des Blenheim Palace gelang allen sechs Startern eine Runde ohne Hindernisfehler. Die erlaubte Zeit von 10 Minuten und 1 Sekunde konnte allerdings von keinem Reiter eingehalten werden – Zeitfehler sammelten alle, auch die Spitzenpaare. Damit ging Deutschland mit 113,7 Minuspunkten und einem Vorsprung von 37 Minuspunkten vor Irland und der Schweiz ins abschließende Springen. Besonders Böckmann glänzte mit der schnellsten Runde des Tages und rückte damit auf Rang vier vor.
Im entscheidenden Springen wurde es damit noch einmal richtig spannend. Komplett fehlerfreie Runden waren nicht sehr üppig gesät. Darüber hinaus war die Zeit – wie schon im Gelände – knapp bemessen und provozierte neben Hindernisfehlern zusätzliche Strafpunkte für deren Überschreitung. Als einzigem deutschen Teamreiter gelang es Michael Jung, seinen Chipmunk ohne weiteren Strafpunkt ins Ziel zu reiten und sein Ergebnis aus Dressur und Gelände zu erhalten und somit Silber zu gewinnen.
Dennoch war den Deutschen der Sieg dank des komfortablen Vorsprungs von 37 Minuspunkten nicht zu nehmen. Denn auch Jérôme Robiné und Black Ice mussten nur einen Abwurf hinnehmen, benötigten allerdings eine Sekunde länger als erlaubt.
Mit einem Endstand von 124,9 Minuspunkten gab es Gold für die deutsche Mannschaft vor Irland (161,9) und den Franzosen (167,5).
Als Einzelreiter bewies Talentpool-Athlet Calvin Böckmann (24 Jahre) als jüngster Deutscher nicht nur gute Nerven, sondern spielte auch seine Erfahrung als routinierter Springreiter aus. Er beendete seine EM-Premiere ohne Fehl und Tadel und belegte mit insgesamt 36,5 Minuspunkten den vierten Platz. Calvin Böckmann wird seit diesem Jahr wiederholt im Talentpool der Stiftung Deutscher Pferdesport von der Familie Rosendahl unterstützt.
Auch Einzelreiter Nico Aldinger gelang ein gewaltiger Sprung nach vorne. Nur eine Sekunde fehlte ihm zur Nullrunde, womit er schließlich auf Platz 13 in der EM-Wertung vorrückte (52,3).
Zum zweiten Mal in den Top Ten konnte Talentpool-Athlet Jérôme Robiné eine EM beenden. Jérôme wird seit 2022 von Förderpatin Isabel Bonacker sowie seit 2023 von der Lothar und Daniela Klüter des Finanzierungsstalls im Talentpool für Förderpatenschaften unterstützt. Mit 48,0 Minuspunkten wurden Jérôme und sein „Benny“ Achter, dicht dahinter landete Malin Hansen-Hotopp mit 48,6 Minuspunkten auf Platz elf. Die ebenfalls erst 24-jährige Libussa Lübbeke beendete ihre EM-Premiere auf einem respektablen Platz 26.
Bundestrainer zieht Fazit
Bundestrainer Peter Thomsen zog ein hochzufriedenes Fazit: „Das war eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Wir wussten, dass die Entscheidung im Gelände fällt – und da haben die Reiterinnen und Reiter Nervenstärke bewiesen. Dass wir am Ende hier in Blenheim mit diesem Ergebnis nach Hause gehen, ist ein großartiger Moment für unser Team.“ Und für Dr. Annette Wyrwoll, die in Blenheim ihre Premiere als Equipe-Chefin feierte: „Das war ein super Einstand, das kann so bleiben.“ Die nächste Gelegenheit gibt es 2026 bei der WM in Aachen. Peter Thomsen ist nach dieser EM positiv gestimmt: „Mit den Reiterinnen und Reitern können wir nächstes Jahr wirklich etwas erreichen.“
Die Stiftung Deutscher Pferdesport ist besonders stolz auf ihre beiden Talentpool-Athleten Jérôme und Calvin. Sie zeigen eindrucksvoll, wie wichtig gezielte Förderung für den Weg in den Spitzensport ist.
Foto: Das Goldteam von Blenheim: Michael Jung mit fischerChipmunk FRH, Jérôme Robiné mit Black Ice, Malin Hansen-Hotopp mit Carlitos Quidditch und Libussa Lübbeke mit Caramia (von links). © FEI/Benjamin Clark
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