Nachwuchsförderpreis in Memoriam Hans Günter Winkler, gefördert von der Stiftung Deutscher Pferdesport
Der Prestige „Goldene Sattel“ in Memoriam Hans Günter Winkler, gefördert von der Stiftung Deutscher Pferdesport, zählt zu den besonderen Prüfungen im Nachwuchsspringsport – und das zeigte sich auch 2026. Vier junge Reiterinnen und Reiter stellten sich der anspruchsvollen Stilspringprüfung Klasse M mit Pferdewechsel und präsentierten sich auf durchweg hohem Niveau. Es blieb bis zur letzten Runde spannend. Mit 35 Punkten sicherte sich der 20-jährige Mikka Roth aus Rheinland-Pfalz den Sieg, knapp gefolgt von der 18-jährigen Emma Bachl aus Bayern.
Alle vier Teilnehmer am Goldenen Sattel starten nicht nur mit ihrem eigenen Pferd, sondern auch mit denen ihrer Mitbewerber. Gerade der Pferdewechsel macht den Reiz dieser Prüfung aus und verlangt den Teilnehmern nicht nur reiterliches Können, sondern auch Gefühl, Übersicht und Verantwortungsbewusstsein ab. Alle vier von den Bundestrainern nominierten Nachwuchstalente meisterten diese Herausforderung mit großer Selbstverständlichkeit und zeigten sehr harmonisches Reiten.
Nach den ersten beiden Runden hatte zunächst die 18-jährige Emma Bachl, die ihr Pferd Yoshimi mitbrachte, die Nase vorn. In der dritten Runde kam jedoch ein Abwurf hinzu, sodass Mikka Roth an ihr vorbeiziehen und die Führung übernehmen konnte. Zwar gelang ihr zum Abschluss noch einmal eine besonders gelungene, mit 9,2 bewertete Runde mit Mikka Roths Pferd Design, doch am Ende fehlten ihr 0,1 Punkte, um mit diesem gleichzuziehen. Sie belegte damit einen sehr starken zweiten Platz hinter dem Sieger Mikka Roth.
Platz drei ging mit einem Endstand von 34,3 Punkten an die 17-jährige June Karlinder aus Schleswig-Holstein, sie brachte Coupino mit nach Leipzig. Als jüngste Teilnehmerin überzeugte sie mit feinem Gefühl, viel Übersicht und konstant fehlerfreien Runden. Sie steigerte sich im Verlauf der Prüfung sichtbar und setzte die Hinweise der Jury sehr gut um. Vierte wurde die 20-jährige Paula Fischer aus Berlin-Brandenburg (eigenes Pferd: A Lovely Boy BP, 33,8 Punkte).
Die hochklassig besetzte Jury, bestehend aus Richter Stephan Hellwig, Bundestrainer Otto Becker und Springreiter Marco Kutscher, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Auftritt aller vier Teilnehmer. Besonders das feine, gleichmäßige und sichere Reiten wurde mehrfach hervorgehoben. Stephan Hellwig betonte insbesondere die Konstanz von Mikka Roth, der für seine Vorstellungen mit Noten von 8,9; 8,3; 9,1 und 8,7 belohnt wurde. Mikka Roth wird zudem seit mehreren Jahren über den Talentpool für Förderpatenschaften der Stiftung Deutscher Pferdesport unterstützt.
„Das Springen ist in Memoriam Hans Günter Winkler – dass es die Prüfung gibt ist eine große Bedeutung für unseren Reitsport. Meine Mutter hat vor einigen Jahren auch die Prüfung reiten und gewinnen dürfen. Man freut sich wirklich sehr, wenn man hier reiten darf“, so der Sieger Mikka Roth.
„Von der Galoppade her sind die Pferde sehr ähnlich, alle bewegen sich auf einem vergleichbaren Niveau – das hatten wir auch schonmal anders“, sagte Marco Kutscher. Bereits während der Prüfung lobte er das sichere Reiten aller Teilnehmer.
Auch Bundestrainer Otto Becker zeigte sich zufrieden: „Mir gefällt besonders, wie harmonisch die vier Reiter reiten und wie viel Sicherheit sie den fremden Pferden geben. Wir brauchen den Nachwuchs. Diese Prüfung ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung und eine wertvolle Erfahrung für den Nachwuchs. Es macht Spaß zuzuschauen.“
Dass alle vier Reiterinnen und Reiter die erste Runde mit ihren eigenen Pferden fehlerfrei beendeten, unterstrich zusätzlich die Qualität des Starterfeldes. Der Goldene Sattel 2026 zeigte eindrucksvoll, wie viel Talent und Perspektive im deutschen Springsport-Nachwuchs steckt.
Foto: Mikka Roth gewinnt den Prestige „Goldenen Sattel“ 2026. © Stefan Lafrentz
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