„2025 war ein besonderes Jahr“

Mit Jérôme Robiné gehört ein besonders erfolgreicher Athlet zum Talentpool für Förderpatenschaften der Stiftung Deutscher Pferdesport. Der 27-jährige Vielseitigkeitsreiter hat sich in den vergangenen Jahren konsequent in der internationalen Spitze etabliert. Mit seinem Top-Pferd Black Ice („Benny“), aber auch mit seinen Nachwuchspferden Thorsten und Avatar sammelte er 2025 bedeutende Erfolge auf höchstem Niveau.
Im Gespräch blickt Jérôme auf seine außergewöhnliche Saison zurück, spricht über prägende Momente, kommende Ziele und die Bedeutung des Talentpools für seine sportliche Laufbahn.

Jérôme, wie verlief deine Saison 2025 – was war für dich besonders prägend?

Jérôme Robiné: „Wenn ich zurückblicke, war 2025 schon etwas ganz Besonderes. Badminton war für mich ein absolutes Highlight. Als Vielseitigkeitsreiter träumt man eigentlich sein ganzes Leben davon, dort einmal an den Start zu gehen. Ich war selbst schon dreimal als Zuschauer dort – und es fühlte sich immer sehr weit weg an. Dann plötzlich selbst dabei zu sein, diese Atmosphäre zu erleben und eine richtig gute Gelände-Runde zu reiten – das war schon eine Erfahrung, die mir sehr lange im Kopf bleiben wird. Man weiß ja auch, dass man dort nicht einfach jedes Jahr wieder hinkommt. Dafür braucht es einfach sehr viel Vorbereitung und vor allem das richtige Pferd.

Aachen war ebenfalls extrem besonders. Für viele Reiter ist es das Lieblingsturnier – und das aus gutem Grund. Die Stimmung ist einzigartig, das sagen auch alle internationalen Kollegen. Nach der Dressur in Führung zu liegen und am Ende Achter zu werden, hat unglaublich viel Spaß gemacht.
Und dann natürlich die Europameisterschaft: Team-Gold zu gewinnen und Teil von Team Deutschland zu sein, ist etwas, das man erst mit etwas Abstand wirklich begreift. Man wächst mit diesen „Heldenbildern“ auf – und steht dann plötzlich selbst in diesem Team. Das fühlt sich immer noch ein bisschen surreal an.“

Welche Momente der EM in Blenheim sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Jérôme Robiné: „Ganz klar die Gelände-Runde. Ich habe währenddessen gemerkt, dass wir richtig gut unterwegs sind. Benny ist nicht das schnellste Pferd, aber er hat unglaublich viele andere Qualitäten. Damit es dann trotzdem schnell wird, muss einfach alles zusammenpassen – jede Linie, jeder Rhythmus. An dem Tag hat das wirklich funktioniert, und dieses Gefühl war etwas ganz Besonderes.
Und natürlich der Moment, als feststand, dass wir Team-Gold gewonnen haben. Man hat diese positive Anspannung, weil man weiß: Es kann am letzten Tag noch alles passieren. Als wir uns dann wirklich freuen durften, war das einfach überwältigend. Wir hatten ein sehr cooles Team, haben uns gut verstanden und uns ehrlich füreinander gefreut – das hat diesen Erfolg noch schöner gemacht.“

Wenn du mit etwas Abstand auf die Saison schaust – wie fällt dein Fazit aus?

Jérôme Robiné: „Ich bin sehr kritisch mit mir selbst und denke immer, dass man Dinge noch besser machen kann. Aber wenn ich ehrlich bin, war es schon ein sehr gutes Jahr. Natürlich gab es auch Sachen, die nicht optimal liefen, aber dafür lief an anderer Stelle sehr viel richtig. Und rückblickend muss man sagen: Es hätte auch deutlich schlechter sein können.“

Was steht für dich in der kommenden Saison im Fokus?

Jérôme Robiné: „Ganz klar die Weltmeisterschaft in Aachen. Alles davor ist Vorbereitung. Es ist keine Fünf-Sterne-Prüfung geplant, sondern eher eine größere Vier-Sterne, um gezielt auf die WM hinzuarbeiten.
Parallel möchte ich meine Nachwuchspferde weiter aufbauen. Avatar und Torsten sind inzwischen beide auf Vier-Sterne-Niveau angekommen. In beide habe ich große Hoffnung, auch wenn ich weiß, dass der Weg in die Fußstapfen eines erfahrenen Championatspferdes immer Zeit braucht. Diese Zeit möchte ich ihnen geben.“

Welche Bedeutung hat der Talentpool für Förderpatenschaften für dich?

Jérôme Robiné: „Ich spreche immer gern von einem Mosaik, das ein Profisportler braucht. Und genau da hilft die Stiftung sehr. Sie unterstützt bei vielen Themen rund um den Sport – Medien, Mentoring, finanzielle Aspekte.
Das Reiten und Trainieren liegt natürlich bei uns selbst. Aber beim ganzen Drumherum gut aufgestellt zu sein, macht einen großen Unterschied. Insofern ist der Talentpool für mich auf jeden Fall eine echte Unterstützung.“

Foto: Jérôme Robiné mit seinem Top-Pferd Black Ice, hier in Badminton. © Patricia Welp

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