Drei deutsche Siege in der Kür
Mannheim. Beim 60. Maimarktturnier in Mannheim hat das deutsche Para-Dressurteam den zweiten Platz in der Mannschaftswertung hinter den USA belegt. Nach der abschließenden Kür wurde dann noch dreimal die deutsche Nationalhymne gespielt: für Regine Mispelkamp (Grade V), Anna-Lena Niehues (Grade IV) und Martina Benzinger (Grade I).
Die Stiftung Deutscher Pferdesport unterstützt seit einigen Jahren die Para-Prüfungen in Mannheim.
Seit Jahren ist der Mannheimer Maimarkt auch Gastgeber der Para-Dressur. Mit wenigen Ausnahmen konnten die deutschen Reiter dieses Heimspiel bisher gewinnen. In diesem Jahr musste das Team in der Besetzung Heidemarie Dresing (Rheda-Wiedenbrück) mit Horse24 Dooloop, Regine Mispelkamp (Geldern) mit Highlander Delight’s, Anna-Lena Niehues (Gronau) mit Quimbaya und Isabell Nowak (Apelern) mit Siracusa Old allerdings den US-Amerikanern den Vortritt lassen.
Die USA waren in Topbesetzung nach Mannheim gereist. Neben Kate Shoemaker mit Vianne und Rebecca Hart mit Floratina, beide Mitglied des Bronzeteams der Paralympics in Tokio, gehörten dem US-Quartett auch die in Großbritannien aufgewachsene, frühere Westernreiterin Fiona Howard mit Diamond Dunes sowie Beatrice de Lavalette mit Sixth Sense an, die bei dem Bombenattentat 2016 in Brüssel beide Unterschenkel verloren hat und seit 2020/2021 im internationalen Para-Dressursport startet. Zusammen erzielten sie 452,119 Punkte, die deutsche Mannschaft kam auf 433,622 Punkte. Die Österreicher beendeten den Nationenpreis mit 433,969 Punkten auf Platz drei.
In der Kür schlug dann noch einmal die Stunde der deutschen Reiter. In Grade V, der Kategorie der am wenigsten beeinträchtigen Athleten, konnte sich Regine Mispelkamp und ihr Dunkelfuchs Highlander Delight’s mit 78,792 Prozent vor Teamkollegin Isabell Nowak an die Spitze setzen. Diese erzielte für ihre Kür 75,5 %.
In Grade IV waren es Anna-Lena Niehues und Quimbaya, die mit 78,683 % ihre vorangegangenen Leistungen in dieser Saison auch in Mannheim bestätigten. Ein baden-württembergischer Reiter landete auf Platz zwei: Der erst 21-jährige Noah Kuhlmann aus Rielasingen-Worblingen erzielte im Sattel von Staatslegende 75,233 % und ließ damit ebenfalls die US-Amerikanerin Kate Shoemaker und ihre achtjährige Vitalis-Tochter Vianne hinter sich: 73,892 %, Platz drei.
Der dritte deutsche Sieg in der Kür des Grade I ging auf das Konto von Martina Benzinger (Remda-Teichel), der tags zuvor das Goldene Reitabzeichen verliehen worden war. Mit ihrer Lipizzanerstute Nautika erzielte sie 75,567 Prozent und verwies damit Laurentia Tan mit Hickstead (75,555 Prozent) und Gemma Rose Jen Foo (74,544 %) mit Banestro auf die Plätze. Beide Reiterinnen starten für Singapur und waren mehrfach bei Paralympics am Start, Tan seit 2008, Foo seit 2012.
Die Kür in Grade II gestaltete sich als Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pepo Puch mit Sailor’s Blue und der Doppel-Europameisterin von 2023, Heidemarie Dresing und Horse24Dooloop, das der Österreicher mit hauchdünnem Vorsprung von drei Hundertstel für sich entscheiden konnte. Puch erzielte 77,533 %, Dresing 77,50 %.
In Grade III dominierte die US-Amerikanerin Rebecca Hart mit der 16-jährigen Hannoveraner Fidertanz-Tochter Floratina. Mit 78,944 Prozent verwies sie die Italienerin Francesca Salvade mit Escari (78,878 Prozent) auf Platz zwei. Dritte wurde Melanie Wienand (Osnabrück), zusammen mit Mispelkamp, Benzinger und Dresing Mitglied im deutschen EM-Silberteam 2023, mit Lemony’s Loverboy. Für ihre Vorstellung erzielten sie 74,778 %. Auf dem vierten Platz landete ein alter Bekannter des Para-Dressursport, der mehrfache Paralympics-Teilnehmer Steffen Zeibig aus Arnsdorf mit Patamon (73,8 %).
Foto: Das deutsche Para-Team belegt in Mannheim Platz zwei (v.l. Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer, Heidemarie Dresing, Anna-Lena Niehues, Regine Mispelkamp und Isabell Nowak). © Stefan Lafrentz
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