Stiftung Deutscher Pferdesport unterstützt U18- und U21-Talente
Beim diesjährigen consteed’s Preis der Besten wurden insgesamt acht Stipendien vergeben. Die jeweils drei Erstplatzierten im U18 Pas de Deux sowie bei den U21-Einzelvoltigiererinnen und -voltigierern erhielten eine Förderung in Höhe von jeweils 500 Euro. Die Stipendien sollen die jungen Athletinnen und Athleten unter anderem bei Lehrgängen, Turnierreisen und weiteren sportlichen Ausgaben unterstützen.
Für die Nachwuchsvoltigierer hatte der Preis der Besten auch in diesem Jahr eine besondere Bedeutung: Das Turnier gilt als wichtiger Sichtungs- und Nominierungswettkampf mit Blick auf die Jugend-Europameisterschaften im Sommer. Entsprechend hoch war das Niveau in den einzelnen Prüfungen.
„Der Preis der Besten ist für unsere Nachwuchsvoltigierer auch unser Nominierungswettkampf. Das heißt, wir werden anhand der bisher im Saisonverlauf gezeigten Leistungen und anhand der Leistungen hier auf dem Turnier unser Championatsteam für die Jugend-EM in Frankreich auswählen“, erklärt Bundestrainer Kai Vorberg die Bedeutung der Veranstaltung in Warendorf. „Wirklich alle wissen, hier gilt‘s, hier zählt’s, hier kommt’s drauf an.“
Pas de Deux: Pia Niemand und Ella Louise Eggert vorn
Die erste Entscheidung fiel am Samstagnachmittag bei den Junior-Doppelvoltigierern. Den Sieg sicherten sich in dieser Kategorie Pia Niemand und Ella Louise Eggert, die gemeinsam mit Bojar an der Longe von Sandra Behncken den Landesverband Hamburg vertraten. Besonders im zweiten Umlauf präsentierte sich das Duo stabil und zog mit einer Endnote von 7,308 an Sarah Stühlein und Linette Mandelkow vorbei. Die beiden Voltigiererinnen vom Landesverband Bayern lagen nach der ersten Kür noch vorne, mussten sich dann aber mit einer Gesamtwertung von 7,213 Punkten knapp geschlagen geben. Sie voltigierten auf ihrem Wallach Cooky, longiert von Jana Dörr.
Dahinter belegten Aurelia Baier und Ida Romeis den dritten Platz. Das Duo aus Hessen trat mit dem 17-jährigen Wallach Caljano an der Longe von Tatjana Baier an und wurde für seine beiden Küren mit einer Endnote von 6,941 Punkten belohnt.
U21-Damen: Trampler setzt sich in spannendem Wettkampf durch
Auch bei den U21-Damen zeigte sich in Warendorf ein leistungsstarkes und eng beieinanderliegendes Teilnehmerfeld. Bis zum Schluss blieb die Entscheidung um den Sieg offen.
Am Ende setzte sich Salome Trampler (LV Hannover) mit dem KWPN-Wallach Busta Rhymes MK, longiert von Marie-Therese Rukat, durch. Die Athletin aus Garbsen überzeugte insbesondere in der Kür, für die sie mit 8,371 Punkten die höchste Wertung des Wettbewerbs erhielt. Mit einer konstanten Leistung in allen drei Teilprüfungen sicherte sie sich für den Landesverband Hannover den Sieg mit einer Endnote von 7,964.
Auf Rang zwei platzierte sich Lisa Marie Wagner (Leipzig), die gemeinsam mit dem Schimmelwallach Cleiner Onkel T OLD und Longenführerin Anika Heers insbesondere im Technikprogramm glänzte. Mit der besten Techniknote des Feldes (7,928) und einer Endwertung von 7,814 Punkten hielt sie den Wettkampf bis zuletzt offen.
Frances Nandy Moldenhauer (LV Berlin-Brandenburg) präsentierte sich auf dem Oldenburger-Wallach Longinus an der Longe von Andrea Harwardt ebenfalls in guter Form. Nach der stärksten Pflicht kam die Osterburgerin im Technikprogramm nicht ganz an ihre Leistung heran, konnte sich jedoch mit der zweitbesten Kürwertung (8,202) und einer Gesamtwertung von 7,719 Rang drei sichern.
U21-Herren: Heers dominiert die Konkurrenz
In der Kategorie der Jungen Voltigierer führte in diesem Jahr kein Weg an Arne Heers vorbei. Der mehrfach erfolgreiche Nachwuchsvoltigierer, der in den Jahren 2023 und 2024 bereits die U18-Kategorie für sich entscheiden konnte, präsentierte sich gemeinsam mit dem Schimmelwallach Cleiner Onkel T OLD und Mutter Anika Heers an der Longe in beeindruckender Form. Heers gewann sowohl Pflicht als auch Technikprogramm und Kür deutlich und setzte sich mit einer starken Endnote von 8,483 Punkten souverän an die Spitze des Starterfeldes. Besonders in der Kür überzeugte er mit einer herausragenden Wertnote von 8,870 und holte den Sieg für den Landesverband Hannover.
Rang zwei ging an Leonel Gelke, der mit dem erfahrenen Wallach Longinus (Longe: Andrea Harwardt) ebenfalls solide Leistungen zeigte. Nach Rang zwei in der Pflicht musste der Sportler vom Landesverband Berlin-Brandenburg im Technikprogramm kleinere Abstriche hinnehmen, konnte sich mit einer gelungenen Kür jedoch erneut gut präsentieren und beendete den Wettbewerb mit einer Gesamtwertung von 7,572 Punkten.
Mit der Vergabe der Stipendien möchte sich die Stiftung Deutscher Pferdesport weiterhin für den Voltigiersport und den Nachwuchs stark machen.
Foto oben: Die Stipendien-Gewinner der U18 Pas de Deux. © Stiftung
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