Deutsches Para-Dressurteam schreibt Geschichte
Das deutsche Para-Dressurteam hat bei der Europameisterschaft im niederländischen Ermelo Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal überhaupt sicherte sich eine deutsche Mannschaft die Goldmedaille in der Para-Dressur. Heidemarie Dresing mit Poesie, Regine Mispelkamp mit Pramwaldhof’s Bayala, Isabell Nowak mit Siracusa OLD sowie Melanie Wienand mit Lemony’s Loverboy krönten ein herausragendes Wochenende mit dem Titel.
Damit nicht genug: Gleich doppelt Gold im Einzel gab es für Heidemarie Dresing und Regine Mispelkamp. „Das ist eine Bilanz – besser geht es nicht!“, freute sich Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer. „Ein paar Einzelmedaillen hatten wir uns erhofft, aber dieses Ergebnis ist einfach unglaublich.“
Zum Auftakt hatten Heidemarie Dresing (Rheda-Wiedenbrück) mit Poesie und Regine Mispelkamp (Geldern) mit Pramwaldhof’s Bayala bereits jeweils Gold in der Einzelwertung in Grade II und Grade V geholt, dann kam auch noch Mannschafts-Gold dazu und jetzt nochmal zwei Goldmedaillen in der Kür.
„Wir haben mit Poesie und Pramwald’s Bayala zwei noch eher unerfahrene Pferde mit, und dann ist unser letztes Para-Turnier Anfang Juni bei der DM in Balve gewesen, da ist es im Vorfeld natürlich schwer einzuschätzen, ob wir überhaupt um eine Team-Medaille mitreiten werden“, sagte die Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer. „Um so schöner natürlich, wenn dann alles so funktioniert und es auch noch Gold wird!“
Den Grundstein für den Medaillenregen legten Dresing und Mispelkamp bereits zu Beginn der EM: Beide gewannen in ihren Grades (II und V) Einzel-Gold. Danach folgte der sensationelle Mannschaftserfolg, bevor beide Reiterinnen auch in der Kür noch einmal ganz oben auf dem Treppchen standen. Dresing glänzte mit überragenden 80,934 Prozent auf ihrer zehnjährigen Oldenburger Stute Poesie – ein persönlicher Traum, wie sie selbst verriet. Auch Mispelkamp überzeugte mit Pramwaldhof’s Bayala und siegte in der Kür mit 77,700 Prozent.
„Mit Poesie und Pramwald’s Bayala sind wir mit zwei noch recht unerfahrenen Pferden angereist und hatten seit der DM in Balve kein Para-Turnier mehr bestritten. Deshalb war völlig offen, ob wir überhaupt Chancen auf eine Teammedaille haben würden“, erklärte Fütterer-Sommer. „Dass am Ende alles so perfekt zusammenläuft und wir mit Gold nach Hause fahren, ist einfach fantastisch.“
Isabell Nowak verpasste mit Siracusa OLD zweimal knapp eine Medaille, zeigte aber dennoch starke Runden. Ein kleiner Fehler in der Kür verhinderte ein noch besseres Ergebnis. Auch Melanie Wienand steigerte sich von Tag zu Tag und beendete die Kür in Grade III als Sechste – ihre bislang beste Leistung bei dieser EM.
Die Stiftung Deutscher Pferdesport unterstützt seit einigen Jahren den Para-Dressursport verstärkt und trägt so entscheidend zu diesen Erfolgen bei.
Foto: Das deutsche Para-Dressur-Team gewinnt Gold bei der EM in Ermelo. © FEI/Leanjo de Koster
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